Autismushund

Die Aufgaben eines Autismushundes unterscheiden sich sehr deutlich von den bisherigen Ansätzen eines Assistenz- oder Begleithundes für Autisten.

Was soll ein Autismushund leisten / können

  1. Abbau von Angst und Stress
    Angst und Stress sind sowohl bei Autisten wie auch deren Familien ein großes Problem.
    Angst und Stress stehen zudem der sozialen Interaktion massiv im Wege.
    Hunde, dies wurde immer wieder gezeigt, können Angst und Stress bei Menschen abbauen.

     
  2. Förderung der sozialen Interaktion
    Die Kommunikation und Interaktion mit einem Hund ist sehr verschieden von der mit anderen Menschen. Ein Hund als neues Familienmitglied verändert die soziale Interaktion, verschiebt aber auch die Fokussierung.

     
  3. Und natürlich Grundkommandos, Leinenführigkeit, Toleranz gegen Mensch und Hund …
    Um die Punkte 1 und 2 erfüllen zu können, muss ein Hund auf Menschen bezogen sein und den Kontakt mit diesen suchen. Und natürlich muss eine Erziehung und Vermittlung sozialer Verhaltensweisen erfolgt sein.

 

Was soll er nicht

  1. Angst oder Stress verursachen
    So wie ein Hund in der Lage ist, Angst und Stress zu reduzieren und als "Depressionsprophylaxe auf vier Pfoten" zu wirken, so kann er bei falscher Auswahl des Hundes, falscher Haltung und Führung auch Stress verursachen. Dies soll durch die von uns in Zusammenhang mit der Vermittlung von Hunden angebotene Beratung und Seminare verhindert werden.

     
  2. Ressourcen (Zeit und Geld) verbrauchen, die für die Förderung des autistischen Menschen benötigt werden.
    Unter der neuen entwicklungsdynamischen Perspektive wird deutlich, dass so viel wie möglich von den vorhandenen finanziellen und zeitlichen Ressourcen in die Förderung des autistischen Kindes fließen sollte.
    Deshalb bieten wir kostengünstig die Vermittlung bereits ausgebildeter Hunde an, denn die Ausbildung eines Welpen kostet viel Zeit, ein Assistenz- oder Begleithund dagegen viel Geld.

     
  3. Die soziale Interaktion behindern oder unterbinden, statt diese zu fördern.
    Wir lehnen sehr deutlich den bisherigen Ansatz eines "Autismus-Begleithundes" ab, bei dem der Hund letztlich als "Hütehund" für das autistische Kind abgerichtet wird, dieses wieder zurückholt oder, mit dem Kind fest verbunden, es durch die Straßen zieht.

     

    Richtig ist die Förderung der Interaktion durch den Autismushund:

    Falsch dagegen die Behinderung der Interaktion durch den "Autismus Begleithund":

    Siehe auch das Buch "Praxis kompakt. Autismus und Hund".

 

 

 

 

 

image_pdfimage_print